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Kitesurfen lernen auf Fuerteventura

Kitesurfen auf Fuerteventura

Nachdem das Kiten auf Sri Lanka mich ein paar Wochen zuvor in seinen Bann gezogen hatte, war klar, es musste ein Kitekurs her. José, der dem Kitesurfen schon länger verfallen ist genoss es sichtlich, dass ich nun auch Feuer und Flamme war. Warum sich eine Reise zum Kitesurfen auf Fuerteventura lohnt verrate ich dir im Folgenden.

Kitesurfen lernen – aber wo?

Die Frage nach dem richtigen Kitespot hat mich länger beschäftigt als mir lieb war. Wohin, wenn man nur eine Woche Zeit hat, keinen Langstreckenflug auf sich nehmen möchte und es aber trotzdem warm sein soll? Durch Recherche und Tipps über die ein oder andere Gruppe in Facebook entschlossen wir uns zum Kitesurfen lernen auf Fuerteventura. Zum Kiten sollten dort die perfekten Bedingungen herrschen. Auch der Name sagt ja schon ein bisschen was über die schöne Kanaren Insel aus: „Fuerte“: stark, mächtig, gewaltig und Ventura wird von Viento (Wind) abgeleitet, also Starker Wind…

Das erste Mal auf die Kanaren

Es mag unglaubwürdig klingen, aber ich habe es tatsächlich noch nie auf die Kanaren geschafft. Wobei, geschafft ist vielleicht das falsche Wort. Immer wieder habe ich im Bekanntenkreis gehört, dass die Kanaren so schön sein sollen und auch als Winter Urlaubsziel taugen. Denn auf den Kanaren ist es das ganze Jahr über angenehm warm. Und trotzdem war ich noch nie dort, was war denn bislang der Grund für mich nicht auf die Kanaren zu fliegen? Ich weiß es nicht, deshalb wurde es wirklich Zeit. Wir wollten Kitesurfen lernen auf Fuerteventura.

Angekommen auf Fuerteventura

Schon am Flughafen sauste uns der Wind um die Ohren. Wir verzichteten auf einen Shuttle und entschlossen kurzum einen Mietwagen zu nehmen. Mit lauter Musik, herunter gekurbelten Fenstern ging es also nach Esquinzo, im Südosten der schönen Kanaren Insel. Ursprünglich  hatten wir 3 Tage Kitekurs angedacht.

Surfers Island, Kiteschule

Noch am Nachmittag ging es den wunderschönen Strand von Esquinzo entlang Richtung Süden – einmal die Kiteschule auskundschaften. Mit Chris von Surfers Island hatte ich im Vorfeld schon getextet und mich für einen 3 tägigen Anfängerkurs angemeldet. Ich war nervös und voller Vorfreude zu gleich. Bislang hatte ich ja tatsächlich erst einmal auf Sri Lanka einen Kite in der Hand gehabt und ein paar Flugübungen gemacht.

Recht schnell war die Aufregung verflogen. Wir lernten das Team von Chris und seiner Schwester Rieke kennen, füllten die Anmeldebögen aus und am nächsten Morgen sollte es los gehen. 6:30 Uhr, an der Kiteschule, das war mal eine Ansage!

Grund für den frühen Start ist die Tide in der Kitelagune, demnach gibt es da keine große Wahlmöglichkeit. Ich muss gestehen, über Ebbe und Tide hatte ich vor meinem Kitekurs nicht einmal nachgedacht und erst vor Ort habe ich wirklich verstanden was es mit der Tide auf sich hat.

Kiten lernen auf Fuerteventura

Anfängerkurs in der „Sotavento Kite Lagoon“

In den folgenden Tagen holten die Jungs und Mädels uns morgens am Hotel ab. Es ging mit 3-4 Bussen (ca. 15-20 Leute) Richtung Norden.  Ziel war die „Kitelagune („Sotavento Kite Lagoon“). Die Lagune liegt bei Jandia, ca 10-15 Fahrminuten von der die Kite,- und Surfschule bei Morro Jable im Süden.

Morgens zwischen 8-11 Uhr – je nach Wasserstand in der Lagune – ging es auf´s Wasser. Die Sonne brannte und das Wasser in der Lagune war „Badewannen-warm“, entgegen dem offenen Meer, dass wirklich noch bitte kalt ist im Mai (:

Ablauf

Vor Ort wurden kleine Gruppen gebildet und dann lag ein 5-10 minütiger Fußmarsch zur Lagune vor uns. Von dem großen Parkplatz, der südlich der Lagune liegt geht es direkt in die Lagune, die morgens am Rand noch trocken ist, dort wird der Kite aufgebaut. Alles was man nicht benötigt wird, wird direkt an den Felsen verstaut, wo das Wasser auch später nicht hinkommt.

Die Gruppen bestehen je nach „Könnerstufe“ aus 3-4 Personen und einem Trainer und eine Session dauert, auch abhängig von Tide, ca. 3-4 Stunden. Gegen Nachmittag ging es zurück zur Kiteschule.

Zeit um die Insel zu erkunden

Von dort aus konnten wir entweder Richtung Esquinzo einen ausgedehnten Strandspaziergang machen, uns zwischendurch an den (wirklich wirklich) weißen Strand legen und in türkisfarbenem Wasser baden oder auch Richtung Süden aufbrechen nach Morro Jable.

Oft ließen wir auch erst noch etwas Zeit verstreichen bevor wir von der Kiteschule aufbrachen – tranken gemeinsam ein Bier, quatschten und ließen es uns gut gehen. Es war ein Kommen und Gehen an der Kiteschule, jeder war willkommen – alles konnte, nichts musste – super entspannt, genauso sollte es doch sein.

Kitecamp

Gleichzeitig mit meinem ersten Tag auf dem Wasser startete in der Kiteschule ein Kitecamp, 5 Tage Kiten und auch abends hier und da mal ein Event. Auch wenn wir kein Camp gebucht hatten wurden wir immer herzlich eingeladen und gerne gesehen (ich hoffe mein Gefühl hat mich hier nicht getäuscht^^) auch bei den anderen Aktivitäten, die für das Camp organisiert wurden, wie beispielsweise ein Workshop „Materialkunde“ oder ein Ausflug nach La Pared.

Spontane Planänderung

Als ob Chris es schon geahnt hatte fragte er an Tag 2, ob es bei drei Tagen Kitekurs bleibt. Und natürlich nicht! Jetzt hatte ich Blut geleckt und wollte schnellstmöglich fahren können. Ich verlängerte also meinen Kurs auf 5 Tage!

Kitesurfen lernen auf Fuerteventura in 5 Tagen?

Ganz klar: nein. Es mag den Ein oder Anderen geben der ein Talent für´s Kitsurfen hat und nach einer Woche vielleicht auch schon sicher auf dem Brett steht, ich gehöre nicht dazu. Nach 5 Tagen Kitekurs bin ich zwar mal ein paar Meter gefahren, mehr aber auch nicht. Natürlich muss man hierzu unterscheiden, wie viel man effektiv „am Schirm“ war.

Die Zeit am Wasser war immer ähnlich 3-4 Stunden am Tag, davon dauerte das Aufbauen, die Einweisung und alles drum herum locker 30 Minuten. In den ersten beiden Tagen waren wir zu Viert mit 2 Kites und es wurde sich abgewechselt, die folgenden drei Tage hatten wir zu Dritt 2 Kites. Wer nun grob überschlägt, weiß, dass ich effektiv nicht mehr als 6-7 Stunden am Schirm war. Dennoch hat sich für mich das Kitesurfen lernen auf Fuertventura gelohnt, beim nächsten Mal würde ich vermutlich nur einen Semi-privaten (2 Schüler) Kurs buchen.

Du willst mehr zum Thema Kitesurfen lernen wissen? Schau dir doch mein FAQ zum Thema Kitesurfen lernen an.

VDWS – Internationaler Ausbildungsverband

Jeder Kursteilnehmer erhält nach dem Kitekurs seine persönliche Kitesurfing-Licence, für mich als Anfänger war das zunächst undurchsichtig weshalb ich eine solche Licence benötige . Nun weiß ich, dass diese mir Hilft fremdes Material auszuleihen und auch meinen Fortschritt zu dokumentieren. Das VDWS-Stufensystem besteht aus 7 Level und einem Teil Theorie. Genaueres über die 7 Level der Kiteausbildung könnt ihr direkt auf der Seite des VDWS nachlesen

Die Bestätigung für den erreichten Level wird anfangs mit einem Aufkleber auf der Karte selbst dokumentiert oder dann bei Fortschritten online eingepflegt, so dass du auch ohne die Karte jederzeit dein Können nachweisen kannst.

Nach meinem 5-tägigen Kitekurs auf Fuerteventura hatte ich Level 2 erreicht, denn obwohl ich die ersten Meter gefahren bin, hat es für die 50m, die für Level drei notwendig sind nicht gereicht. An der Theorieprüfung, die üblicherweise nach Level 3 absolviert wird konnte ich trotzdem teilnehmen.

Tja und nun ist es um mich geschehen – I am infected!

Obwohl ich zu José immer gesagt habe, dass ich neben dem Tauchen nicht noch eine Wassersportart anfangen möchte, hat es mich erwischt. Einmal angefangen möchte ich jetzt richtig Kitesurfen lernen und auch dabei bleiben.

Kiten lernen auf Fuerteventura

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Kitesurfen lernen auf Fuerteventura

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

3 Kommentare

  1. Ich habe surfen auch auf Fuerte und schließlich auf der griechischen Insel Kos gelernt. Dort ist es sehr anfängerfreundlich.

    • Auf Fuerteventura waren wir jetzt mehrmals, aber auf den griechischen Inseln nicht, das müssen wir unbedingt nachholen 🙂

      Viele Grüße
      Isa

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