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Kitesurfen auf den Philippinen – Alternativen zu Boracay

Cuyo Island, Puerto Princesa & Siargao

Die Philippinen sind kein typisches Kitesurf-Mekka wie beispielsweise Fuerteventura, Kapstadt oder Brasilien – wenn überhaupt hat der eine oder andere Kiter, vielleicht schon mal von dem Kitespot Boracay gehört. Dabei sind die Philippinen ein Land mit 7107 Inseln. Die Strände hat noch niemand gezählt. Beständige Windsysteme und warmes Wasser das ganze Jahr über. Wunderschöne tropische Natur.  Die erste Kiteschule auf den Philippinen öffnete vor mehr als zehn Jahren auf Boracay.

Da wir eher abseits der Touristenpfade unterwegs sind und Boracay deshalb nicht auf der Liste stand, haben wir unsere Kitebags gepackt und uns auf die Suche nach Kitespots gemacht.

Wer von euch ebenfalls vor hat in das Land mit über 7000 Inseln zu reisen, dem möchten ich mit diesem Beitrag helfen den ein oder anderen Spot für den perfekten Urlaub „vom Bett aufs Brett“ zu entdecken.

Kitesaison, Wetter & Wind auf den Philippinen

Saison

Die Philippinen werden von einem Nordöstlichen Passatwind dominiert, der Amihan. Der Amihan ist ein kräftiger, gleichmäßiger Wind, der jedes Jahr von November bis April weht.

Auch während dem Habagat, zwischen Juli bis September, ist Kitesurfen möglich. Allerdings sind die Bedingungen nicht vorhersehbar und der Wind oft nicht konstant.

Wind

Bei über 7000 Inseln lässt sich kaum eine Aussage treffen, die für alle Orte auf den Philippinen zutrifft, aber als allgemeine Faustregel gilt, dass der Amihan Wind an der Nord- und Ostküste des Landes am stärksten ist. Der Wind wird abgebremst während er über die Landmasse an der Ostküste hereinweht und nimmt dann wieder Fahrt auf, während er über die Sulusee in Richtung Boracay, Cuyo auf Palawan zuströmt.

Deshalb findest du die meisten Kitespots um Nord Panay und Nord Palawan (Coron, El Nido, Dumagente).

Weiter südlich um Mindanao, Cebu und Bohol wird der Passatwind etwas leichter und unregelmäßiger. Regen ist auch in diesen Teilen während des Amihan relativ häufig, hier ist der Wind recht böig.

Wetter

Über das Wetter und das Wetterphänomen la Niña bzw. el Niño könnt ihr in meinem Bericht „Allgemeines zu den Philippinen“ lesen.

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Kitespot auf Cuyo Island – Capusan Beach

Cuyo hat eine 7 km lange Küste an der Kitesurfen möglich ist, die von Capusan Beach bis an die Nordspitze der Insel führt. Westlich liegt Capusan Beach eine weite Landzunge, die sich in das offene Meer erstreckt und den Rand einer großen stehtiefen Lagune bildet. Die  traumhafte Lagune macht den Bereich zwischen Capusan Beach und dem kleinen Fischerhafen zum Kiteparadies. Ein perfekter Spot für Anfänger, Freerider und Kiter aller Könnerstufen. Mit Sideshore-Bedingungen findet ihr super Flachwasser-Bedingungen mitten im Paradies. Beachtet, dass die Lagune, durch die Tide an einigen Tagen auch ganz trocken fällt, so dass kein Kitesurfen möglich ist.

Wer an diesen Spot kommt, sollte an genügend Verpflegung, Wasser und Sonnencreme denken, direkt am Kitespot ist absolut nichts.

Alternative, zu Boracay, Kitespots auf den Philippinne

Cuyo liegt am südlichen Rand der Starkwindzone des Nordöstlichen Passatwinds. Der konstante Passatwind Amihan bringt Cuyo von November bis März zwischen 17 und 35 Knoten täglich.

Obwohl Cuyo für uns der schönste & windsicherste Kiteboarding-Spot auf den Philippinen ist, sind Touristen noch sehr rar. Daher ist die Infrastruktur begrenzt und die Insel hat immer noch ihren einzigartigen friedlichen Charme. Aber genau das macht die Insel aus und wer wünscht sich keinen Kitespot an dem meist nicht mehr als 10-15 Kiter unterwegs sind? Dennoch finden sich rund um Capusan Beach einige Unterkünfte, die mit dem Bike in weniger als 5 Minuten erreichbar sind. Auch die Kiteschule ist nur einen Katzensprung weit entfernt, ca. 2-3 Minuten mit dem Bike.

Alternative, zu Boracay, Kitespots auf den Philippinne

Cuyo liegt in der Mitte der Sulu See, Puerto Princesa, Iloilo und Boracay sind etwa gleich weit entfernt und von dort aus per Flugzeug oder Fähre erreichbar.

Cuyo Island, die kleine Insel auf den Philippinen ist es wahres Paradies für Kitesurfer

Lesetipp:

Kitespot auf Puerto Princessa

Puerto Princesa liegt im Windschatten einiger großer und gebirgiger Landmassen (wie auch Coron und El Nido), daher ist der Wind hier meist etwas leichter, als um Boracay und Cuyo. Das Riff erstreckt sich etwa 500 Meter vom Strand entfernt und ist direkt von der Kiteschule begehbar.

Alternative, zu Boracay, Kitespots auf den Philippinne

In den Monaten November bis April ist der Amihan am besten und die Winde können zwischen 12 und 15 Knoten erreichen, manchmal auch mehr.

Wohnen kannst du beispielsweise im Emerald Playa Beach und Nature Park, die preisgünstige Cabanas für ca. 35 Euro die Nacht vermieten, oder auch im Microhotel Inn für ca. 60 Euro im Doppelzimmer mit Frühstück und Meerblick.

Alternative, zu Boracay, Kitespots auf den Philippinne

Mehr Informationen zur Kiteschule in Puerto Princesa findest du hier: Kite Club Palawan: www.kiteclubpalawan.com

Kitespot auf Siargao – General Luna

In General Luna, südöstlich der Insel und 30 km entfern vom einzigen Flughafen in Siargao (IAO) hat sich ein kleines Wassersportdomiziel entwickelt. Siargao ist ein beliebter und weltbekannter Surfspot mit einigen berühmten Surf Breaks an der Cloud 9. Südlich hiervon, werden inzwischen vermehrt Kitesufer gesichtet.

Die große Lagune überzeugt – direkt vor General Luna gelegen ist sie ein toller Kitesurfspot für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene Kiter.

Siargao auf den Philippinen, eine wunderbare Insel

An den meisten Tagen ist der Wind moderat, etwa 12 bis 20 Knoten, und kommt halb auflandig rein. Der Amihan wird jedoch im Süden so schwach, dass die Bedingungen für das Kitesurfen hier weniger konstant sind.

Die Saison geht von November bis März, hier sind Dezember bis Februar die besten Monate.

Der Wind ist hier nicht so zuverlässig wie auf Boracay, aber wenn man Boardsportarten mag, ist es ein perfektes Reiseziel zum Surfen, Kiten, oder auch SUP. Außerdem hat die schöne Insel im Osten der Philippinen noch einiges mehr zu bieten. Von Insel Hopping über Traumstrände, Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder oder entdecken der Wasserfälle – auf Siargao wird dir auch an windfreien Tagen nicht langweilig.

Verschiedene Airlines fliegen Siargao von Manila oder Cebu aus an, auch eine Anreise per Fähre ist möglich. Du willst mehr Informationen zu Flügen, Unterkünften und Ausflügen auf Siargao? Dann schau dir doch meine Beiträge rund um Siargao an.

Lesetipp:

Siargao auf den Philippinen, eine wunderbare Insel

Lesetipp

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

5 Kommentare

  1. Das ist ja ein unglaublich schöner Beitrag. Die Philippinen stehen ja eh schon ne Weile auf meiner Reiseliste – wenn man dann noch ein wenig Kitesurfen kann, ists ja umso spannender. Ich bin da ja voll der Noob und kann nicht mal drei Meter skaten. Aber mit ner guten Schule würd ich das ja gerne mal ausprobieren.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

  2. Sehr schöner Artikel. Ich will unbedingt auch einmal das Kiten lernen. Hatte schon mal eine Kitestunde in Australien. Als ich in Sri Lanka war wollte ich unbedingt in Kalpitiya das Kiten lernen. Leider war ich zur falschen Jahreszeit da und es war keine Saison, schade. Aber das hole ich sicher noch nach und dein Artikel macht Luft auf Kiteboarden.
    Liebe Grüße Steffen

    • Hallo Steffen, danke für deine Kommentar. In Australien würde ich auch gerne einmal kiten – irgendwann <3 Wo in Kalpitiya warst du denn? Wir waren Anfang 2017 auch dort, da waren noch nicht viele Reisende dort unterwegs. Hat sich das geändert?

      Viele Grüße
      Isa

  3. Ein richtig toller und detaillierter Artikel! Ich habe mich ja bisher noch nie an das Kitesurfen heran getraut, finde es aber spitze, dass ihr auch die “Anfängertauglichkeit” Der einzelnen Spots beschreibt. Jetzt habe ich noch mehr Lust, es auch mal auszuprobieren! 🙂
    Liebe Grüße,
    Silvia

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