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Philippinen – Cuyo Island, abseits der Touristenpfade

Eigentlich gibt es auf Cuyo Island nichts und doch irgendwie alles.

Was es definitiv nicht gibt sind Shopping Malls, Öffentliche Verkehrsmittel, Fast Food und Internet. Dennoch hat Cuyo alles was man braucht.

Cuyo Island ist die Hauptinsel des Cuyo-Archipel und gehört zur Provinz Palawan. Nordöstlich von der Insel Palawan liegen die 45 Inseln, die zum Cuyo-Archipel zählen.

Wie hinkommen

Euer Startpunkt kann entweder Manila, Coron, Puerto Princesa, Caticlan (Boracay) oder Iloilo sein.

Flug: Es gibt dreimal die Woche einen Flug von Puerto Princesa über Cuyo Island bis nach Caticlan bzw. Iloilo mit Air Juan. Die Flugdauer beträgt ca. 45- 60 min.

Update: Air Juan fliegt momentan nicht mehr. (02/2020)

Fähre: Alternative dazu ist die Fähre, die entweder von Iloilo startet oder von Puerto Princesa. Je nachdem wo ihr startet dauert die Fahrt 14 – 18 Stunden (Das kann auf Grund des Wetters nach oben hin abweichen). Auch eine Anreise von Coron oder Manila ist möglich.

Eine detaillierte Übersicht zu allen Fährenverbindungen findet ihr in meinem Beitrag: Reisevorbereitungen Cuyo

Cuyo auf den Philippinen, Flug mit einer Cessna

Cuyo auf den Philippinen, Flug mit einer Cessna

Wetter

Wie schon in meinem Bericht über die Insel Siargao beschrieben, ist eine präzise Wettervorhersage bei über 7000 Inseln sehr schwierig. Grob kann man sagen, dass es zwischen November und Juni am wenigsten regnet, die wärmsten Monate sind April und Mai.

Tourismus

Hier gibt es tatsächlich nicht all zu viel, aber das ist es ja genau was einige Backpacker und Urlauber so sehr mögen, das Ursprüngliche.

In unserer Zeit auf Cuyo waren es geschätzt 20-30 Urlauber und schon nach einer Woche hat man sich gekannt. Die meisten Urlauber sind Backpacker bzw. Kitesurfer.

Aber auch der Kontakt zu Einheimischen und Zuwanderern ergibt sich automatisch früher oder später. So gibt es bspw. einen deutschen Brot- und Pizzabäcker (mit Lieferservice), als auch Giovanni einen italienischer Koch, der am Wochenende frische Lasagne und Empanadas am Strand verkauft. Und Alan der gebürtige Amerikaner, der im Süden eine Art „Cabana Village“ wie wir es liebevoll genannt haben, gemeinsam mit seiner Frau Rashel führt.

Unterkünfte und Orientierung

Wie schon erwähnt sind ein Großteil der Urlauber auf Cuyo Kitesurfer, weshalb die meisten Unterkünfte auch unmittelbar um den bekannten Kitespot im Nord-Westen der Insel liegen.

Die Infrastruktur für Touristen ist noch nicht entwickelt, und die Auswahl an Unterkünften und Möglichkeiten halten sich in Grenzen. Die meisten Kitesurfer sind in der „Villa Gange“ oder im „Amihan Apartments“ untergebracht. Grund hierfür, die Nähe zum Kitespot am “Capusan Beach” und die Entfernung zum „Zentrum“. Zentrum ist in diesem Fall die Straße zwischen dem Hafen und dem Markt, die ca 200 – 300 Meter misst. Ihr merkt schon, nach 2 Tagen kennt ihr Cuyo in- und auswendig. Da es also in Cuyo nicht viel gibt ist im sogenannten Zentrum immer was los, wer es also laut und einfach mag geht in „Nikkis Pension“.

Um euch einen genaueren Überblick zu verschaffen empfehle ich euch die Übersicht der Cuyo Watersport Association. Hier findet ihr ausßerdem noch jede Menge Allgemeine Infos zu Cuyo Island.

Unsere Unterkunft – das Coco Verde

Wir waren spät dran mit der Suche nach einer Unterkunft und fanden absolut nichts rund um den Kitespot. Wie sich später heraus stellte hätte es vor Ort dann doch noch 2-3 Möglichkeiten gegeben – einige Unterkünfte haben einfach keinen Internetauftritt und sind nur vor Ort zu buchen.

Lange Rede kurzer Sinn, wir sind im Coco Verde gelandet, zunächst ernüchternd auf Grund der Entfernung (ca 6 km) zum Kitespot, vor Ort dann – ein Volltreffer!

Das ehemalige Hotel Coco Verde liegt wunderschön, direkt am weißen Sandstrand. Es befinden sich hier sechs Cabañas, und je ein Haus mit Duschen, Toiletten und Küche, die gemeinsam von Gästen genutzt werden können. Daneben gibt es noch eine kleine Bar und ein großes Wohnhaus. Auch dieses kann gemietet werden und ist für 3-5 Personen eingerichtet. Einfach aber ausreichend, für uns ein wunderschönes Fleckchen auf Cuyo Island.

Übrigens: Im Süden gibt es die schönsten Strände!

Buchen könnt ihr über AirBnb* oder auch über die Facebook Seite des Coco Verde, ein Cabaña kostet ca. 10 Euro pro Nacht.

Kitespot

Die Region liegt am südlichen Rand der Starkwindzone des Amihan und hat damit perfekten Wind zwischen  November bis Februar.

An der Süd-Westküste liegt der Capusan Beach, einer der beiden Kitespots auf Cuyo Island. Hier erstreckt sich eine weite, weiße Landzunge aus Sand, welche dir sowohl südlich als auch nördlich der Lagune ein super Kiterevier bietet. Nördlich der Lagune ist es stehtief und mit sideshore Wind von rechts somit auch für Anfänger geeignet.

Je nach Ebbe und Flut ändern sich die “Kitezeiten” jeden Tag und an manchen wenigen Tagen bleibt die Lagune ohne Wasser.

Kitesurfen im Paradies

Du willst mehr über das Kitsurfen auf Cuyo und den Philippinen wissen? Dann schau dir meinen Beitrag “Kitesurfen auf den Philippinen – Alternativen zu Boracay” an – viel Spaß 🙂

Wir haben die Zeit auf Cuyo Island so sehr genossen – nicht nur auf Grund der perfekten Kitebedingungen, auch weil die Menschen dort so hilfsbereit und freundlich waren und wir uns einfach von Anfang an willkommen gefühlt haben. Cuyo ist authentisch, ehrlich und herzlich!

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

9 Kommentare

  1. Wieder starke Worte. Du machst richtig Lust auf Cuyo mit diesem Artikel. Aber Cuyo ist eh auf unserer todo Liste, weil von dort einem Freund von uns seine Frau herkommt. Die gehen immer mit der Fähre. Weiss nicht ob ich mir das antun soll bei nur 4 Wochen Urlaub..LG, Urs

    • Vielen lieben Dank Urs. Oh ja die Fähre, das ist ja immer so eine Sache – good luck 🙂 und bitte berichten 🙂

      LG Isa

  2. Ein wirklich toller Artikel und die Bilder dazu erst. Ein Traum. Da habe ich jetzt richtig Lust bekommen auch auf diese Insel zu fahren. 🙂

    LG Isabel

    • Vielen lieben Dank Isabel. Und wenn du nun Lust hast dir Cuyo anzuschauen, dann habe ich alles richtig gemacht, das freut mich sehr.

      LG Isa

  3. Hallo Isa,
    ein toller Bericht und bezaubernde Bilder. Ich bin selbst schon viel auf den Philippinen unterwegs gewesen, aber auf Cuyo war ich noch nicht. Bin gerade etwas neidisch geworden. Ich werde mich gleich mal weiter hier umschauen. Ich liebe die Philippinen und habe selbst ein Kochbuch geschrieben.
    Freue mich schon auf weitere, tolle Reiseberichte und Fotos.
    Herzlichst
    Saskia

    • Liebe Saskia, vielen Dank für deinen netten Kommentar 🙂

      Vielleicht etwas untypisch, aber nun habe ich eine Frage: Hast du ein Kochbuch über typisch philippinisches Essen geschrieben? Das wäre ja klasse, denn auch nach 4 Wochen haben wir noch nicht so wirklich rausgefunden was die Filipinos essen. Natürlich haben wir Spezialitäten kennengelernt und einige Besonderheiten – aber das Essen aus dem normalen Alltag?

      Sei lieb gegrüßt
      Isa

      • Hallo Isa,
        danke für deine Antwort. Ja, ich habe ein philippinisches Kochbuch mit typischen Gerichten aus dem Alltag und eben auch Spezialitäten für besondere Anlässe geschrieben. Dieses Projekt lag mir sehr am Herzen, da die philippinische Küche total unterschätzt wird. Das Buch enthält die Originalbezeichnungen und deutsche Umschreibungen. Außerdem Vorschläge für alternative Zutaten, falls man hier in Deutschland nicht alles findet. Das Buch heißt “Sarap Sarap – Kochen auf philippinisch” und ist über die üblichen Wege erhältlich bzw. auch in meinem Shop.
        Danke für dein Interesse an der philippinischen Küche.
        Liebe Grüße,
        Saskia

        • Liebe Saskia,
          das ist ja großartig, vielen Dank für die Info – mit dem Thema Ohilippinische Küche wollte ich mich unbedingt nochmal beschäftigen 🙂

          Viele Grüße aus Norwegen
          Isa

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