Südamerika

Kitesurfen in Brasilien, fernab vom Massentourismus!

Barra Nova, absoluter Geheimtipp für Kitesurfer

Das kleine ursprüngliche Dörfchen Barra Nova liegt ca. 75 km südlich von Fortaleza und ist in rund 1,5 Stunden vom Flughafen in Fortaleza erreichbar. Ein Transfer kostet euch um die 170 BRL (ca. 40,00 Euro).

Was allerdings ein Problem werden kann ist die Sprache. Mich hat es völlig überrascht, dass ich weder einen Kaffee noch ein Taxi auf Englisch ordern konnte. Falls du also ein bisschen Spanisch sprichst, dann macht es dir das in Brasilien leichter, falls nicht würde ich dir empfehlen einen offline Übersetzer, wie z.B. Google Translator „Portugiesisch“ runterzuladen. Und keine Sorge, in Fortaleza ist man auf Boardbags eingestellt, man fällt fast auf wenn man keins hat, demnach funktioniert das auch mit dem Transport ohne Probleme.

Wer nach Barra Nova kommt findet keine Touristenburgen vor, sondern ein uriges verzauberndes brasilianisches Örtchen mit viel Platz auf dem Wasser.

Kitespot

Das Dorf grenzt an eine Flussmündung mit einem traumhaften, endlosen Sandstrand. Durch die Flussmündung und den riesigen Strand bietet der Spot alles, was Kiteverückte glücklich macht, denn das Wechselspiel von Fluss und Meer sorgt für immer wieder neue Lagunen und traumhafte Flachwasserbedingungen. Du wirst hier selten auf Steine, Felsen oder Korallen stoßen.

Im Moment habt ihr bei High Tide zwei Lagunen zur Verfügung und bei Low Tide bildet sich eine weitere Lagune auf dem offenen Meer, allerdings ändert sich die Natur ja von Zeit zu Zeit.

Wir hatten im Oktober ziemlich konstante Bedingungen und sind Kites zwischen 9 und 12 gefahren. Ab Mitte November nimmt der Wind etwas ab und ihr solltet euch auf die Kitespots weiter nördlich konzentrieren.

Kitesurfen in Barra Nova, Brasilien

Pousada Bons ventos

Diese Unterkunft hat mich nicht nur begeistert, sondern wirklich verzaubert. Unsere Gastgeber Ademar und Samia waren nicht nur gastfreundlich und hilfsbereit, nein, sie haben unsere Herzen gewonnen! Sie haben uns jeden Morgen ein wunderbares Frühstück gezaubert, uns Hilfestellung gegeben wenn das Kite Material mal eine Reparatur gebraucht hat und wir durften sogar ab und an auf dem Buggy mit um die Lagune düßen, ein wirkliches Abenteuer! Wir hatten eine wirklich tolle Zeit in der Pousada Bons ventos.

Die Zimmer in der Pousada von Ademar und Samir sind großzügig, mit 2-3 Betten, Bad und teilweise mit Klimaanlage ausgestattet. Auch hier herrscht, wie in vielen Unterkünften in Brasilien eine etwas andere „Preispolitik“. Die Zimmerpreise gestalten sich je nach Anzahl der Personen. Sprich, falls ihr zu zweit verreist macht es keinen Unterschied ob ihr euch ein Zimmer teilt oder ihr beide ein eigenes Zimmer habt. Klingt verrückt, ist aber so.

Die gesamte Pousada ist auf Kitesurfer ausgerichtet, somit fehlt es auch nicht an Storage, Aussendusche und genug Platz zum Trocknen eures Materials.

Kitesurfen in Barra Nova, Brasilien

Acai, Pizza und Kokusnüsse

Zugegeben, viel gibt es hier nicht. Aber was braucht man mehr wenn man jeden Tag 30 C, konstanten Wind und eine nette Unterkunft hat? Richtig – leckeres Essen! Und das gibt es hier definitiv!

Açaí Bowl

Auch wenn ihr vermutlich erst einmal recht satt seid vom ausgiebigen und wirklich leckeren Frühstück bei Samir, kann eine Açaí Bowl schräg gegenüber nicht schaden. Ihr wisst nicht was Açaí ist? Wusste ich vor meinem ersten Besuch in Brasilien auch nicht wirklich.

Kitesurfen in Barra Nova, Brasilien

Die Amazonasfrucht Açaí gilt als Superfood und war bis vor 20 Jahren noch völlig unbekannt. Bis sie vor über 20 Jahren von Surfern nach Rio de Janeiro gebracht wurde. Dort wurde sie als das ultimative Superfood vermarktet. Eine Beere die nicht nur schlank und schön machen sollte, nein auch als Anti Aging Produkt wurde die Acai Frucht anfangs beworben.

In den Jahren danach schwand zwar der Glaube an die Heilsversprechen etwas und ist heute nicht mehr ganz so verbreitet, dennoch gilt die Açaí Beere immer noch als gesund und sättigend.

Die traditionelle Açaí Bowl besteht hauptsächlich aus der Açaí-Beere. Diese wird geerntet, entkernt und das Fruchtfleisch püriert. Danach wird das Püree eingefroren, weil die Açaí-Beeren nach der Ernte sehr schnell oxidieren und somit ihre wertvollen Nährstoffe verlieren.

Traditionell kommen auf die pürierten Acai Beeren dann noch etwas Granola und ein paar Bananenscheiben hinzu. Allerdings gibt es zig Varianten und Toppings, wie beispielsweise verschiedene Nüsse, verschiedenes Obst, Rosinen, Kokusnussraspeln oder auch (Guarana) Sirup, – hier sind keine Grenzen gesetzt.

Kitesurfen in Barra Nova, Brasilien

Wer es lieber salzig isst nimmt ein paar Käsebällchen „ Pao de Queijo“ , Empanadas, ein Sandwich oder einen der verschiedenen Salate.

Rund um Barra Nova

  • Die nächste größere Stadt ist Cascavel, diese ist mit dem Auto in ca. 15 Min. und mit dem Bus in 30 Min zu erreichen. Hier findet ihr alles für den täglichen Bedarf, u.a. auch den nächsten Geldautomaten.
  • Kleinere Supermärkte sind zu Fuß in 2 Min. zu erreichen. Es gibt hier zwar nicht alles, aber das Wichtigste.
  • Am Wochenende kann es am Strand auch etwas voller werden, da viele Einheimische anreisen, viele aber nur zum Sonnenbaden, weniger zum Kitesurfen.

Ihr wollt mehr über unser Abenteuer Brasilien erfahren? Dann schaut euch doch meinen kleinen Kitespot Travel Guide an. Hier erfahrt ihr mehr über Kitespots, Unterkünfte, Transport und alles was ihr vor eurer Reise nach Brasilien wissen solltet. Außerdem gibt euch unser Video noch ein paar mehr Eindrücke von unserer Reise!

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Kitesurfen in Barra Nova, Brasilien

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

4 Kommentare

  1. Liebe Isa,
    wow. Schön, dass du so einen schönen Ort abseits des Massentourismus gefunden hast. Ich finde es immer beeindruckend, welche Perlen es so auf unserer Erde gibt. Vielen Dank für diesen interessanten und sehnsuchtauslösenden Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Mo

  2. Schon der Titel hat mich angesprochen “fernab vom Massentourismus”. Heute sind ja viele schöne Orte leider total überfüllt. Es scheint, dass ihr einen entspannten und spassigen Urlaub geniessen konntet. Der Bericht klingt nach einem Abenteuer.

  3. Den Beitrag habe ich gerade meinem Bruder weitergeleitet. Ständig auf Reisen und ein begeisteter Kiter. Das wäre sicher auch etwas für ihn.
    Herzliche Grüße
    Sandra

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