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Safari in Kenia – Planen, buchen, ab ins Abenteuer!

Safari in Kenia – Erlebe Ostafrika!

Du planst eine Reise nach Kenia oder steigst sogar schon bald in den Flieger? Dann darf eine Safari keinesfalls auf deiner to-do Liste fehlen! Wie du deine Safari planst, was es zu beachten gibt und wie ein Besuch im Nationalpark abläuft, darüber möchte ich dir heute berichten.

Safari in Kenia, entdecke Ostafrika

Planung einer Safari

Wer nach Kenia fliegt sollte das Abenteuer Safari keinesfalls verpassen. Wir waren nach unserem ersten Besuch des Tsavo Nationalparks so begeistert, dass wir auch auf unserer Reise in 2019 entschieden haben wieder auf Entdeckertour zu gehen. Mit diesem Beitrag möchte ich Dir helfen eine Safari zu planen und dich schon einmal ein wenig darauf vorbereiten, was dich erwartet.

Zeit, das Nonplusultra!

Wenn du eine Safari planst solltest du mindestens 1 Übernachtung, sprich zwei Tage einplanen. Je nachdem für welchen Nationalpark du dich entscheidest kann es auch sein, dass es einen Mindestaufenthalt von 2 Nächten gibt, das ist meist abhängig von der Entfernung zum Nationalpark. Ich würde dir mindestens 2 Nächte ans Herz legen, da die Anfahrt (meist von Diani Beach) doch sehr anstrengend sein kann.

Kosten, kein unwesentlicher Faktor.

Eine organisierte Safari ist kein Schnäppchen, das vorneweg. Je nach Nationalpark, Unterkunft, Anzahl der Übernachtungen, Anzahl der Personen im Jeep und Anreise (Auto oder Flug) kostet eine Safari mehrere hundert Euro p. Person, nach oben keine Grenzen.
Deshalb ist es immer schwierig eine Summe zu nennen. Da ich aber aus eigener Erfahrung weiß, dass man vor der ersten Safari keinerlei Ahnung hat, möchte ich hier ein Beispiel nennen:
Tsavo East ab Diani Beach, 1 Übernachtung in der Voi Safari Lodge, Verpflegung inklusive, Getränke extra – 250 Euro p.P.

Safari in Kenia, entdecke Ostafrika

Buchung einer Safari

Es gibt zahlreiche Anbieter im Netz und auch vor Ort. Meist ist es möglich direkt über das Hotel zu buchen oder auch die „Beachboys“ bieten euch noch an Tag 1 eurer Reise an, eine Safari für euch zu organisieren – versprochen! Ich habe einige Schauergeschichten über solch organisierte Safaris gehört, wie z.B. Jeeps mit 8 Personen, furchtbare Unterkünfte etc. deshalb haben wir uns dagegen entschieden.

Beides Mal haben wir auf Mundpropaganda gesetzt. Hier helfen Dir z.B. Facebook Gruppen, Foren oder Reiseblogs wie lustloszugehen 🙂 Durch eine Freundin, die nur 3 Monate vor uns in Kenia war, habe ich den Kontakt von Jonathan von WT Safaris aufgenommen. Die Kommunikation vorab war genial, er hat alle unsere Wünsche umgesetzt (z.B. Start in Diani, Ende in Malindi), Preis/Leistung war unserer Ansicht auch okay und der Fahrer war spitze. Ja, nach zwei Safaris sind wir der festen Überzeugung es kommt sehr stark auf den Fahrer an. Denn er kennt den Park, weiß wo die Tiere sich gerne aufhalten, welche Uhrzeiten für eine Pirschfahrt gut sind.

(An der Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es wirklich nur eine unbezahlte Empfehlung ist.)

Wie entscheide ich mich für einen Nationalpark?

Welcher Nationalpark darf es sein? Vielleicht der Mara Mara, der Tsavo West oder der Tsavo East? Auf der Seite von Lets go africa findest du eine praktische Übersicht über die Nationalparks in Ostafrika. Gründe für oder gegen einen Nationalpark sind definitiv die Jahreszeit eurer Reise, das Budget und die Zeit, die ihr für eine Safari in Kenia eingeplant habt.

Wir haben uns auch bei unserem zweiten Kenia Besuch für den Tsavo East entschieden. Warum? Ein ausschlaggebender Grund war sicherlich der Zeitaspekt. Denn eigentlich waren wir zum Kitesurfen in Kenia, dennoch wollten wir noch einmal die grandiose Tierwelt bestaunen. Von Diani Beach ist der Tsavo East Nationalpark gerade einmal 3-4 Stunden entfernt, was definitiv für 1-2 Nächte machbar ist. Außerdem ist er mit 13747 qm der größte Nationalpark Ostafrikas und Heimat von zahlreichen Tierarten. Unseren Erfahrungsbericht über den ersten Besuch des Tsavo East habe ich natürlich auch für dich.

Die richtige Kleidung

Du wirst auf deiner Safari wahrscheinlich ganz unterschiedliche Nationalpark-Besucher sehen, von Top, Hotpants und schicken Sandalen bis zum perfekt in Tarnfarben gekleideten Besucher.
Aus meiner Sicht macht es durchaus Sinn festes Schuhwerk zu tragen, da es im Jeep schon einmal holprig werden kann. Was die Kleidung angeht haben wir uns meist an T-Shirt und kurze Hose gehalten, nichts Besonderes also. Falls du einen Kopfschutz tragen willst, dann stelle sicher, dass er dir nicht vom Kopf fliegt.

Übrigens, die meisten Reisenden lassen ihr Gepäck im gebuchten Hotel und packen einen kleinen Rucksack oder ähnliches. Wir dagegen hatten ja als Endziel Malindi und haben deshalb all unser Gepäck mitgenommen, was auch kein Problem war. Wobei es hier und da doch neugierige Blicke wegen unseres vollgepackten Kitebags gab 🙂

Ablauf einer Safari in Kenia

Ich kann hier natürlich nur von einem Besuch des Tsavo East berichten, allerdings bin ich mir recht sicher, dass auch ein Besuch in den anderen Nationalparks im Tagesverlauf ähnlich abläuft.

Tag 1:

6.30 Uhr: Abfahrt in den Tsavo East Nationalpark, der Treffpunkt ist unser Hotel.

9:00 Uhr: Stop in einem Souvenir Shop, kurze Kaffeepause. Außerdem kauft unser Fahrer Wasser, das uns die nächsten Tage zur Verfügung steht.

10:00 Uhr: Wir stehen vor dem Gate des Nationalparks. Während unser Fahrer die Tickets kauft, öffnet ein anderer Herr unser Dach und möchte uns noch die typischen Safari Hüte verkaufen. Als wir ablehnen, läuft er beleidigt oder fast schon wütend davon.

12:30 Uhr: Nach den ersten Eindrücken kommen wir in unserer Unterkunft an, es gibt direkt Mittagessen. Neben uns am Wasserloch stehen Elefanten und nehmen ihr Bad, einfach fantastisch.

16:00 Uhr: Wir starten eine weitere Pirschfahrt. Unterwegs sehen wir Zebras, Giraffen, jede Menge Elefanten, verschiedene Vogelarten, Pumba ist sogar auch da. Der Buschfunk informiert unseren Fahrer wer wo etwas sieht, ziemlich praktisch – eigentlich. Denn das ist auch der Grund, warum sich nun ca. 10 Jeeps um den König des Dschungels herum platzieren.

18:30 Uhr: Wir sind wieder in unserer Unterkunft und haben nun endlich Zeit für eine Dusche. Der Sand und Dreck des Tages hängen in jeder Pore, außerdem sind wir hundemüde. Ich hätte nicht gedacht, dass in einem Jeep sitzen und stehen so anstrengend sein kann.

Safari in Kenia, entdecke Ostafrika

Tag 2:

6:30 Uhr: Schon 30 Minuten nachdem das Frühstücksbuffet eröffnet wurde sind wir auf dem Weg ins nächste Abenteuer. Bis zur Mittagszeit fahren wir durch den endlos großen Park. Wir sehen zahlreiche Tiere, beeindruckende Szenerien und freuen uns über den Leoparden, den wir bei der Jagd beobachten dürfen. Unterwegs sehen wir kaum andere Jeeps, außer wenn unser Fahrer Tipps aus dem Buschfunk folgt, hier sind es dann ein ganzer Haufen an Jeeps.

12:00 Uhr: Lunch am See, mitten im Nationalpark.

17:00 Uhr: Ankunft in der Unterkunft, wir sitzen entspannt am Pool und genießen das Abendessen mit Blick auf das Wasserloch.

Tag 3:

6:30 Uhr: Mit gepackten Rucksäcken geht es wieder auf Pirschfahrt. Bis ca. 10 Uhr haben wir noch Zeit, denn die Tickets haben 48 Stunden Gültigkeit.

9:45 Uhr: Wir verlassen den Tsavo East Nationalpark und machen uns auf den Weg nach Malindi wo unser Kitesurftrip an Kenias Küste entlang nun weiter geht.

Ihr wollt mehr zu diesem beeindruckenden Land wissen? Bestimmt plant ihr auch ein paar Tage an Diani Beach und vielleicht wollt außergewöhnlich übernachten? Dann schaut euch doch mal meine anderen Beiträge zu Kenia an. Oder habt ihr Fragen zur Safari? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

13 Kommentare

  1. Hallo Isa,
    danke für diesen Beitrag! Eine Safari steht auch noch auf meiner Bucket List. Bisher bin ich aufgrund des kostenfaktors davor zurückgeschreckt. Aber die Fotos sind wirklich traumhaft.

    Viele Grüße
    Feli

    • Liebe Feli,

      ich weiß – die Kosten sind nicht von der Hand zu weisen, aber es lohnt sich – versprochen!

      Liebe Grüße
      Isa

  2. Liebe Isa,
    mein Wunsch war auch einmal im Leben eine Safari zu erleben und dieser wurde letztes Jahr in Namibia wahr.
    Besonders dein erstes Bild beschreibt die Weite die eine solche Tour mit sich bringt perfekt. Und irgendwann kommt fast unweigerlich der Satz: Oh, schon wieder eine Giraffe 🙂 auf unserer Tour der running gag.

    Liebe Grüße – auch an die neugierige Giraffe – Katja

    • Hallo Katja,

      Namibia muss traumhaft sein! Ich würde super gerne mal mit einem Jeep durch Namibia, am liebsten mit einem Dachzelt 🙂

      Herzliche Grüße
      Isa

  3. Hallo Isa, seit 20 Jahren besuche ich Kenia regelmäßig. Das dir das so gut gefallen hat, freut mich. Wenn du Tsavo schon toll fandest, dann musst du unbedingt mal in die Masai Mara. Meine Tipps hab ich auf der Seite, falls du mal „schmökern“ magst. Ich hab Kontakte zu Reiseveranstaltern direkt in Diani – Preis Leistung ist da ideal. VLG Marion

    • Liebe Marion,

      herzlichen Dank für den Tipp mit dem Masai Mara. Ich habe schon einiges über ihn gelesen und würde so gerne einmal hinfahren, bei meinem nächsten Besuch steht der Park ganz oben auf der Liste 🙂 Und bis dahin geh ich bei dir ein bisschen schmökern und träumen.

      Sei lieb gegrüßt!
      Isa

      • Tipp: plane August- die big Migration ist meist Mitte Ende August. Und das ist ein once in a lifetime Erlebnis, an das du dich dein Leben lang erinnerst. Mindestens 4 Tage einplanen! Es gibt günstige lodges.

        • Okay für die nächste Kenia Reise, die definitiv kommen wird, ist Ende August abgespeichert 🙂

          Vielen Dank für den Tipp liebe Marion.

  4. Oh, Erinnerungen kommen hoch <3 … ich war auch in Diani Beach und im Tsavo East Nationalpark. Das war ein unvergessliches Erlebnis für mich, weil ich eine 2 Tages Savari gemacht habe und das war wirklich toll! Ich habe mit Giraffen gefrühstückt (die kamen ganz nah zu uns) und 4 der Big 5 gesehen. Nur die Strandspaziergänge waren ein Spießrutenlauf weil ich ständig von Schwarzen belästigt wurde … das fand ich nicht so toll.

    lg
    Verena

  5. Ich war tatsächlich noch nie in Kenia, stelle es mir aber wirklich toll vor. Ich glaube, ich wäre der Typ von Tourist, der im perfekten, sand-olivgrünen Safarigewand daherkäme, wie aus einem Hollywoodschinken der 50er Jahre entsprungen – aber das nur am Rande 😉
    Ansonsten würde ich mich natürlich auch darüber freuen, jede Menge Giraffen, Zebras und andere wilden Tiere vor die Linse zu bekommen.
    Viele Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    • Liebe Silvia,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar – hab mich sehr gefreut und musste schmunzeln, das perfekte Safarigewand würde ich sehr gerne sehen!

      Liebe Grüße
      Isa

  6. Oje, die Sehnsucht nach Afrika wird immer größer durch Deine Beiträge. Allerdings war ich noch nie da. Es wird also Zeit. Namibia steht ja auf dem Plan, schon länger, aber der Geldbeutel gab es bisher nicht her. Und dann habe ich ja noch diese kleine Angst im Hinterkopf – die Angst, mich so sehr zu verlieben, dass ich nie wieder weg möchte. Es aber muss, und dann diese Sehnsucht mich zerreißt.

    Also werde ich mir einfach weiter Deine Beiträge und Fotos anschauen und einfach genießen.

    Lieben Gruß, Bea.

  7. So eine Safari stelle ich mir wahnsinnig spannend vor! Ich hätte mich sehr über mehr Bilder von den Tieren gefreut, denn nirgends kommt man so nah an den natürlichen Lebensraum heran. Mit Tierparks ist das einfach nicht zu vergleichen!
    Viele Grüße
    Wioleta

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