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Schwarzwald – 7 Ausflugsziele zum Wandern und Campen

Dieses Jahr hat uns alle auf ganz besondere Weise gefordert, belastet, aber vielleicht auch wachsen lassen. Meine Weltreisepläne wurden über den Haufen geworfen, dafür besitze ich nun einen autark ausgebauten Camper “Makani” und habe das ein oder andere neue Hobby für mich (wieder-) entdeckt, so zum Beispiel das Wandern. Und ich muss gestehen, Makani hat mich super über den Herbst gebracht. Nachfolgend verrate ich euch einige unserer Ausflugsziele im schönen Schwarzwald, wo wir teilweise richtig Glück hatten mit tollen Plätzen zum Wildcampen in grandioser Natur.

Schon im Frühjahr, während des ersten Lockdowns war ich viel wandern und draußen in der Natur. Meine Tage auf dem Jakobsweg Rothenburg und an der Lahn haben mich nachhaltig geprägt, und das nicht nur meine Füße 🙂 Ich laufe gerne, viel und komme teilweise aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Nicht nur einmal war ich mir für einen Moment nicht mehr sicher, ob ich wirklich in Deutschland bin?! Zu schön und atemberaubend waren manche Plätze oder Aussichtspunkte.

Unzählig viele tolle Plätze im schönen Schwarzwald 

Schwarzenbach-Talsperre

Mit ca. 2,5 km ist die Schwarzenbach-Talsperre der größte Stausee im Nordschwarzwald. Auf 7 Kilometern kannst du den Stausee via Rundweg von allen Seiten begutachten und dir auf den Infotafeln, die immer wieder am Wegrand stehen, noch die ein oder andere Information rund um den Bau und die Stromgewinnung abgreifen.

Ausflugsziele im Schwarzwald

Mummelsee

Einer der absoluten Highlights für mich im Schwarzwald war der Mummelsee bzw. der Blick vom Hornisgrindeturn. Die Hornisgrinde ist mit ca. 1165 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Die Grinde ist geprägt von ausgedehnten Hochmoorflächen und waldfreien Bergheiden. Viele abwechslungsreiche Wandermöglichkeiten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und einer immer wieder beeindruckenden Fernsicht.

Altes Schloß zu Hohenbaden, Baden-Baden

Baden-Baden liegt am Westrand des nördlichen Schwarzwalds. Das alte Schloß zu Hohenbaden ist neben der Stadt selbst definitiv einen Besuch wert. Burg Hohenbaden, auch Altes Schloss genannt, liegt auf einem Ausläufer des Battertfelsens. Die eindrucksvolle und große Anlage stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde über die Jahre immer wieder erweitert. Bis heute hat sich eine eindrucksvolle Ruine erhalten, die mit der Aussicht über Baden-Baden zum Verweilen und Erkunden einlädt. 

Nordöstlich des Schlosses folgen wir dem Wanderweg, der uns zunächst an die Ritterplatte führt, der Ausblick ist wunderschön und hier lohnt sich direkt schon mal ein Päuschen.

Weiter geht es in Richtung Felsenbrücke. Der Weg führt uns über Stock und Stein, über enge und moosige Waldwege – ein richtiger Märchenwald eben. Vorne an der Felsenbrücke angekommen geht langsam die Sonne unter. Die Lichtstrahlen brechen und es zeigt sich ein wunderschöner Sonnenuntergang der Baden-Baden in ein wunderbares Licht taucht.

Nagoldtalsperre

Nur eine Autostunde von Stuttgart entfernt, zwischen Altensteig und Freudenstadt findet man ein wirklich schönes Plätzchen des Nordschwarzwaldes, denn hier liegt die Nagoldtalsperre. Das ca. 650 ha große Landschaftsschutzgebiet erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von ca. 2850 Metern und ist an manchen Stellen bis zu 250 Metern breit. Im Sommer ist der große Wasserspeicher ein beliebtes Ausflugsziel für Surfer, Taucher, Segler und sonstige Wassersportverrückte.

Achtung, das Baden ist nur im Vorsee erlaubt und für Segler und Surfer gilt ein begrenzter Zeitraum von 01. April bis zum 30. September.

Die Talsperre, umgeben vom Weiler Wald hat in der warmen Jahreszeit einiges für ihre Besucher zu bieten. Sie ist in zwei Seen unterteilt: Der vordere, kleinere Teil der Nagoldtalsperre ist vor allem für Badegäste gedacht, hier gibt es jede Menge Platz um einen Sommertag am Wasser zu genießen. 

Der hintere Hauptsee gehört den Seglern und Surfern. Möchte man ein Ruderboot leihen, so kann man dies an der Bootsanlegestelle beim Kiosk am Vordamm machen. 

Gernsbach-Kaltenbronn – Hohlohturm

Rund um den Hohlohturm lässt es sich wunderbar wandern, es warten zahlreiche Routen, sowohl für Wanderer als auch Fahrradfahrer. Auch vom Enzklösterle und dem Albtal führen die Wege zum Hohlohturm, welcher auf einer Höhe von 984 m.ü.NN im Naturschutzgebiet Kaltenbronn oberhalb von Gernsbach-Reichental liegt. Teilweise führen die Wege rund um den Turm auf Bohlenwegen nahe an den Hochmoorseen vorbei. Das Hochmoor Kaltenbronn liegt oberhalb des Ortsteils Reichental inmitten eines riesigen Waldgebietes in einer urwüchsigen Landschaft.

Der Turm ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Ausflugsziele im Schwarzwald

Feldberg

Der höchste Gipfel des schönen Schwarzwaldes liegt auf etwas über 1490 Metern. Der hohe Feldberg gehört zum gleichnamigen Luftkurort und ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein wunderbares Ausflugsziel für Wanderer, Fahrradfahrer und Wintersportliebhaber. Auf und rund um den Feldberg gibt es zahlreiche idyllische Wanderrouten mit tollen Ausblicken auf das Umland.

Aber auch am Fuße des Gipfels führen einige tolle Wanderrouten entlang, so z. Bsp. zum Feldsee. Mit 9,75 Hektar Fläche und einer Tiefe bis zu 34,5 Meter ist der Feldsee der größte Karsee im Schwarzwald. und war für mich ein absolutes Highlight, auch wenn der Weg teilweise etwas beschwerlich ist. Ausgangspunkt war für uns der Parkplatz direkt an den Skiliften. Von hier geht es zunächst vorbei an der Piste in den angrenzenden Wald und ab hier ca. 4 km stetig bergab. Erst über einen gemütlichen Wanderweg, später über einen recht steilen, engen Pfad. Wer, wie wir im Winter dorthin fährt, sollte unbedingt gutes und stabiles Schuhwerk einpacken. Denn den Feldsee solltet ihr bei eurem Besuch keinesfalls verpassen.

Heidelberg

Auch wenn Heidelberg nicht direkt im Schwarzwald liegt, sondern ca. 50km nördlich des Schwarzwalds ist die Stadt definitiv einen Besuch wert. In der Universitätsstadt, direkt am Neckar, in der die gotische Heiliggeistkirche von Cafés umragt, den schönen Marktplatz inmitten der Altstadt ausmacht. Oder die roten Sandsteinruinen des Heidelberger Schlosses die Architektur der Renaissance widerspiegelt, war ich bislang nur um mir die Stadt anzuschauen. Die kleinen Gassen mit zuckersüßen Cafés und tollen Restaurants laden zum Schlendern und Genießen ein. 

Doch immer wieder habe ich gelesen, dass auch die Umgebung rund um Heidelberg einen Besuch wert sein soll. Und ja, das kann ich euch definitiv bestätigen. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum ich nicht schon früher einmal auf die Idee gekommen bin auf den ca. 570 hohen Königstuhl zu wandern. Oben an der höchsten Bergbahn-Station, kannst du die herrliche Aussicht über das Neckartal, die Rheinebene und wenn das Wetter mitmacht sogar bis ins Elsass genießen. Hier oben tummeln sich Familien, Wanderer, Fahrradfahrer, denn die Aussicht lädt ein sich etwas zu trinken beim kleinen Café nebenan zu holen, und ein wenig zu verweilen. Außerdem findest du zahlreiche Wanderwege, viele (kostenlose) Parkmöglichkeiten und auch das ein oder andere Plätzchen um über Nacht zu stehen.

Achtung, wenn du vor hast oben, rund um den Königsstuhl zu parken und runter zu laufen bis zum Schloss, der Rückweg hat es in sich! Es geht entweder über unzählige steile Treppen wieder nach oben oder über einen Waldweg der sich den Berg hinauf schlängelt.

Campen und autark stehen

An allen Orten haben wir problemlos ein Plätzchen gefunden, am leichtesten geht das wohl über die allseits bekannte App park4nigth. Bewusst verzichte ich hier auf genaue Standorte, denn die Suche nach dem “eigenen” Plätzchen gehört doch zu jedem Trip auch mit dazu, oder? 

Und noch eine Bitte: lasst keinen Müll zurück, an manchen Plätzen sah es echt furchtbar aus und sowas ist nicht nur für unsere Umwelt ein Desaster sondern so müssen wir langfristig eben auch mit Maßnahmen gegen das Wild- campen rechnen.

Autark campen und wandern im und um den schönen Schwarzwald.

Nimm´s wie´s kommt!

Auch ich hatte mir 2020 anders vorgestellt – hatte viele Pläne, Träume und ein großes Ziel. Aber momentan sind wir alle machtlos, müssen es nehmen wie es kommt. Wenn wir genauer hinschauen, war 2020 nicht nur schlecht, oder?

Mir hat Corona z.B. vor Augen geführt für wie selbstverständlich ich das Reisen und meine Freiheit nehme. Mir aber auch gezeigt wie schön meine Heimat ist. Also Köpfchen hoch, sonst kannst du die Sterne nicht sehen!

Lesetipp:

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Optimistische, sportbegeisterte & sture Trotzdem-Macherin. Seit ich 2012 das erste Mal meinen Rucksack gepackt habe, bin ich zum Reise-Suchti mutiert. Immer auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten.

6 Kommentare

  1. Huhu,

    im Schwarzwald war ich ehrlich gesagt noch nie, aber die Bilder sprechen für sich. Wir campen fürchterlich gerne, vielleicht wäre das mal was, wenn sich wieder alles beruhigt hat. 🙂

    LG Steffi

  2. Liebe Isa,

    in den Schwarzwald wollte ich immer mal und wir hatten vor Corona auch mal eine Tour mit der Oma dahin geplant. Aber ähnlich wie bei dir, es kam alles ganz anders.
    Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Deine Tipps und dein Reiserückblick sind super nützlich für die erneute Planung.
    In Heidelberg war ich dagegen schon mal und ich mochte die Stadt sehr.

    Liebe Grüße
    Mo

  3. Liebe Isa, wow, eine Weltreise abzusagen oder die Pläne dafür stürzen zu müssen, ist natürlich eine große Sache.
    Dennoch hast du offenbar schöne Reisen erleben können. Im Schwarzwald war ich als Kind mehrfach, den Mummelsee habe ich damals auch besucht. Dennoch würde ich die schöne “Ecke” liebend gern nochmal besuchen.
    Herzlichen Gruß
    Anja

  4. Liebe Isa,
    Jetzt musste ich doch ein wenig schmunzeln, dass du Heidelberg hier aufgelistet hast, weil das ja doch ein gutes Stück weg ist vom Schwarzwald und der Schwarzwald mit Freiburg und Co ja auch super schöne Städte zu bieten hat. Als jemand, der bei Heidelberg groß geworden ist, hat mich das jetzt ein wenig zum Lachen gebracht. Nichtsdestotrotz, die meisten deiner Tipps kenne ich tatsächlich und kann sie auch weiterempfehlen. Schwarzenbachtalsperre und Mummelsee waren bei uns früher übliche Ausflüge in den Schwarzwald. Einzig den Hohlohturm kenne ich nicht – das sieht ja mega schön aus und man hat bestimmt eine tolle SIcht.
    Liebe Grüße von Miriam

    • Liebe Miriam,

      lieben Dank für Deinen netten Kommentar 🙂 Und ja so richtig dazu gehört Heidelberg nicht, hab ich ja auch geschrieben. Aber für diejenigen, die aus dem Norden kommen ist ein ein super Zwischenstopp, da wäre Freiburg vielleicht einfach ein Stück zu weit. Außerdem war ich einfach so begeistert vom Umland Heidelbergs 🙂

      Liebe Grüße
      Isa

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